Am vergangenen Wochenende gingen zwei Athleten der WGL/Post SG Schwäbisch Hall bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Walldorf an den Start, mit einem erfreulichen Erfolg auf der einen und viel Pech auf der anderen Seite.
Am ersten Wettkampftag stand Alina Etzel im Hochsprung der Frauen im Mittelpunkt. Trotz der Favoritenrolle ließ sie sich bei nahezu idealen Bedingungen nicht aus der Ruhe bringen. Nach ihrem Einstieg bei 1,64 m meisterte sie jede Höhe bis einschließlich 1,78 m im ersten Versuch und scheiterte anschließend lediglich an einer neuen persönlichen Bestleistung von 1,81 m, nur einen Zentimeter über ihrer bisherigen Bestmarke.
Entsprechend zufrieden fiel ihr Fazit aus: Sie sei „eigentlich sehr zufrieden mit dem Wettkampf“. Die vielen Sprünge im ersten Versuch hätten „gute Stabilität und Konstanz“ gezeigt, auch wenn sie selbst noch Verbesserungspotenzial sah: „Absprung zu passiv“ und „bin zu früh zur Latte gesprungen“.
Mit den übersprungenen 1,78 m sicherte sich Alina den Baden-Württembergischen Meistertitel vor ihrer Trainingspartnerin Amelie Essing und fügte ihrer Medaillensammlung einen weiteren Erfolg hinzu. Anschließend verriet sie zudem, warum ihre Leistung besonders hoch einzuschätzen ist: „Ich habe vor 3 Wochen mein kleinen Zeh gebrochen und bin einfach froh, dass es trotz dem ‚Handicap‘ so gut klappt.“
Nun richtet sich ihr Blick auf die Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Bochum-Wattenscheid. Parallel dazu finden im Rahmen der „Finals 2026“ in Hannover die Stabhochsprung-Wettbewerbe statt, bei denen die ehemalige WGL-Athletin Tamineh Steinmeyer an den Start gehen wird.
Weniger glücklich verlief das Wochenende für Lene Neumann. Im U18-Rennen über 800 Meter lag sie bis etwa 15 Meter vor dem Ziel auf Bronzekurs, als sie mit einem Spike im Belag hängen blieb und sie schwer stürzte. Benommen und mit schmerzhaften Schürfwunden rappelte sie sich wieder auf, brachte das Rennen aber dennoch als Vierte in 2:23,28 Minuten ins Ziel.
Trotz der Blessuren stellte sich Lene tags darauf auch dem 1.500-Meter-Lauf. Den Sturz steckte sie jedoch noch nicht vollständig weg, sodass sie ihren sonst so starken Endspurt nicht zeigen konnte. In 4:58,67 Minuten belegte sie Rang sieben.

