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Trainer und Athletin mit dem Abschneiden zufrieden

Helen Müller mit 3,55m auf Platz 10

 

Als einzige Haller Athletin war Helen Müller (WGL/Post-SG) mit Trainer Jochen Eberhart übers Wochenende nach Dortmund gereist, um an den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften im Stabhochsprung der weiblichen Jugend teilzunehmen. Bereits am Freitag machte sich das kleine Team auf die fast 5-stündige Reise, damit die Athletin am Samstag, dem Wettkampftag, fit an den Start gehen konnte. Das bewährte sich, denn zwei Konkurrentinnen waren erst am Samstag angereist und blieben weit unter ihren Bestleistungen. Stabhochspringerinnen müssen sich bei deutschen Meisterschaften 2 Stunden vor Wettkampfbeginn bei der Wettkampfleitung melden und sie müssen 80 Minuten vorher im Callroom sein, wo die Trikots, Startnummern und Spikes kontrolliert werden. Gemeinsam werden sie dann zur Stabhochsprunganlage geführt, wo schon ihre Stäbe auf sie warten, die sie vorher abgeben mussten.

Helen Müller war nicht zum ersten Mal bei deutschen Meisterschaften und brachte die Formalitäten in Ruhe hinter sich. Beim Einspringen konnte sie schnell auf den langen Anlauf mit 13 Schritten und dem 4,30 Meter langen Wettkampfstab übergehen. Ein wenig Herzklopfen hatte sie dennoch vor ihrem ersten Sprung. Sie meisterte die Höhe von 3,40 Meter jedoch gleich im ersten Versuch. Die nächste vom DLV vorgegebene Höhe war 3,55 Meter. Leider schlich sich da ein Fehlversuch ein. Nach einer kleinen Technikkorrektur durch ihren Trainer klappte auch diese Höhe. Nun wurden 3,70 Meter aufgelegt, die Helen Müller noch nie gesprungen war. Auf Anweisung von Trainer Jochen Eberhart sollte sie ihren Stab 3 Zentimeter höher greifen und die Ständer, auf der die Latte aufliegt, 10 Zentimeter weiter weg schieben lassen. Der erste Versuch misslang und dummerweise hatte sich genau im Moment der Lattenüberquerung ein anderer Trainer ins Blickfeld des Trainers geschoben, sodass nicht erkennbar war, woran der Fehler gelegen hatte. Beim zweiten Versuch wurde Helen Müller durch einen Rhythmusfehler im Anlauf gestört und brach diesen ab. Mit einem technisch einwandfreien dritten Sprung riss Helen die Latte hauchzart. Die Ständer hätten nur wenige Zentimeter näher stehen sollen. Mit ihrem Resultat war sie jedoch durchaus zufrieden. Eine Teilnahme bei deutschen Meisterschaften und das Abschneiden unter den besten 10 ist eine gute Leistung. Ohne den einen Fehlversuch bei 3,55 Meter wäre sie sogar auf dem siebten Platz gelandet.

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